Aktionswochen gegen Rassismus

Gütersloher Aktionswochen gegen Rassismus - Rassismus_verlernen 2021

Seit 2018 koordinieren die Integrationsagentur und die Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit der AWO OWL e. V. die Gütersloher Aktionswochen gegen Rassismus, die von einem breiten Netzwerk organisiert und durchgeführt werden. Mit viel Engagement dabei sind Wohlfahrtsverbände, Stadtverwaltung, Politik, Migrant*innenorganisationen, Jugendverbände, Kirche und NGOs.

Anders, als in den letzten Jahren, werden Veranstaltungen und Aktionen dieses Jahr nicht nur rund um den internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März angeboten, sondern über das ganze Jahr verteilt unter dem Motto „Rassismus_verlernen 2021“ stattfinden. 

Wie das Motto schon zeigt, versteht das Netzwerk die Auseinandersetzung mit Rassismus als Lernprozess. Um weniger rassistisch zu denken, zu handeln und zu fühlen muss zum Beispiel rassistisches Wissen erkannt und „verlernt“ werden. Die Veranstaltungen und Aktionen, die in diesem Jahr stattfinden, bieten viele neue Perspektiven und Impulse.

Informationen zu den geplanten Veranstaltungen und Aktionen sowie spannende Bildungsinhalte zum Thema Rassismuskritik sind auf unserem Instagramaccount @Rassismus_verlernen zu finden. 

Wir freuen uns über Ihre und eure Teilnahme und auf den Austausch mit Ihnen und euch!

Veranstaltungsübersicht Rassismus_verlernen 2021

Veranstalter*innen: 

Netzwerk der Gütersloher Aktionswochen gegen Rassismus

Inhalte:

Besonders hingewiesen wird auf die digitale Hauptveranstaltung am internationalen Tag gegen Rassismus, dem 21. März, die auf Instagram über den Account @Rassismus_verlernen stattfinden wird. 

An dem Tag werden auf dem Account Wohnzimmerkonzerte verschiedener lokaler Künstler*innen gezeigt, die sich auch mit persönlichen Statements gegen Rassismus positionieren. 

Auch inhaltliche Inputs zu der Geschichte des internationalen Tags gegen Rassismus wird es geben. Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Wann: 

Sonntag, 21.03.2021 - genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben

Wo:

Instagram auf dem Account @Rassismus_verlernen

Veranstalter*in:

Stadt Gütersloh - FB Chancengleichheit und Vielfalt, Gleichstellung und Integration

Inhalte: 

Im Dokumentarfilm „Der zweite Anschlag“ kommen die Überlebenden und Angehörigen von rassistischen Anschlägen in Deutschland zu Wort. Sie berichten von ihren Erfahrungen, davon, wie sie sich insbesondere auch nach den Anschlägen von der deutschen Politik und Gesellschaft im Stich gelassen gefühlt haben.
Der Film erzählt die Geschichten von Ibrahim Arslan, der 1992 nur knapp den rassistischen Brandanschlag in Mölln überlebte, von Mai Pho’u’ng Kollath, die im Rostocker Sonnenblumenhaus wohnte, als es von Neonazis in Brand gesteckt wurde, und von Osman Taşköprü, der noch immer mit dem Verlust seines Bruders kämpft, der durch einen Anschlag des NSU ums Leben kam. Neben anderen Betroffenen rechter Gewalt berichten vor allem diese Protagonist_innen von ihren Erlebnissen, die sie bis heute prägen und wie sie durch Medien, Politik und Gesellschaft gleich zweimal Opfer öffentlicher Attacken wurden.

Im Anschluss an den Film kommen wir mit den Filmemachern Mala Reinhardt und Patrick Lohse ins Gespräch.

Wann:

Montag, 22.03.2021, 17.45 Uhr - 20.00 Uhr

Wo: 

Online. Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung einige Tage vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt.

Anmeldung:

Anmeldungen zur Online-Vorführung mit der anschließenden Diskussion sind bis zum 17. März erforderlich unter http://stadt.gt/wochegegenrassismus 

Veranstalter*in:

“Frei:Raum17” / SJD - Die Falken - KV Gütersloh

Inhalte:

Dass sich aktuell so viele, vor allem junge Menschen, endlich laut und fordernd für eine konsequente Veränderung der Klimapolitik einsetzen, ist gut, unbedingt notwendig und zu unterstützen. 
Trotzdem gibt es auch an Fridays For Future Kritiken, die mit dem Hashtag #FFFsowhite zusammengefasst werden. Der Workshop will die Kritiken vor allem Schwarzer und Indigener Aktivist*innen an FFF erläutern und diskutieren, wie sich die Klimabewegung aufstellen müsste, damit alle Stimmen hörbar und wertgeschätzt sind. Welche Konsequenzen für das eigene Engagement der Teilnehmenden sich daraus ergeben, werden wir gemeinsam besprechen.

Trainer
Tsepo Bollwinkel arbeitet als Forschender, Denkender, Schreibender und Sprechender zu Schwarzer Identität, Weißsein, Anti-Rassismus und Dekolonisierung, zu Intersektionalität sowie zu geschlechtlichen und sexuellen Identitäten im Globalen Süden und in Zusammenhängen internationaler Beziehungen.
tsepo-bollwinkel-empowerment.de

Der Workshop richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahre.

Es handelt sich um ein digitales Angebot.

Wann:

Montag, 22.03.2021, 16.30 Uhr - ca. 20.00 Uhr

Wo: 

Online, Zugangsdaten erhaltet ihr nach Anmeldung

Anmeldung:

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail freiraum17_at_web.de 

Veranstalterin:

Fachdienste für Migration und Integration der AWO OWL e. V.

Inhalte:

Inhalte Tag 1: Empowerment? Was ist das eigentlich? -  Mittwoch, 24. März 2021

  • Kennenlernen der Teilnehmer_innen und des Konzeptes „Empowerment“
  • Den gemeinsamen Rahmen abstecken

 

Inhalte Tag 2: Input + Einführung in die Foto Voice Methode – Mittwoch, 31. März 2021

  • Input: Diskriminierung und Alltag
  • Einführung in die künstlerische Gestaltung einer autobiographischen Fotoserie (Foto Voice Projekt) als mögliche Strategie zur Aufarbeitung 

 

Inhalte Tag 3: Foto Voice Galerie - Mittwoch, 7. April 2021

  • Vorstellung von mindestens drei Foto Voice Projekten
  • Austausch über die Projekte

 

Inhalte Tag 4: Input + Übung und Reflektion – Mittwoch, 14. April 2021

  • Input: Wer ist hier Rassist_in? Wie uns rassistische Konstruktionen (be)treffen können
  • Kreatives Schreiben und gemeinsame Reflektion

 

Inhalte Tag 5: Input + gemeinsame Erarbeitung einer Ersten-Hilfe gegen Rassismus - Mittwoch, 21. April 2021

  • Input: Was tun im alltäglichen Leben mit Rassismus?
  • Besprechung: gemeinsame Erarbeitung von Strategien und „Ersthilfen“ bei rassistischer Diskriminierung

 

Inhalte Tag 6: Abschluss, Reflektion, Wie weiter machen? – Mittwoch, 28. April 2021

  • Strategien für den zukünftigen Umgang mit Rassismus und Diskriminierung 
  • Abschließende Reflexion: Was habe ich gelernt, was hat mir gefehlt? 

 

Der Workshop richtet sich an Personen of Color ab 18 Jahren.

Didaktik: 

Die Fortbildung findet an sechs Terminen statt, die inhaltlich aufeinander aufbauen, weshalb eine Anwesenheit bei mindestens vier Terminen erforderlich ist. Es sei vorab darauf hingewiesen, dass das Ziel des Workshops die Reflektion der eigenen Person sein soll und zum Teil biographische Arbeit geleistet werden soll. Das erfordert in jedem Fall Offenheit (vor Allem, sich selbst gegenüber) und eine gewisse Bereitschaft, sich auf die Übungen einzulassen. 

Es wird ein vertraulicher und geschützter (virtueller) Raum geboten, in dem wir uns über eigene Rassismuserfahrungen austauschen, gemeinsam Strategien gegen Rassismus und seine Auswirkungen erarbeiten und voneinander lernen wollen. Hierfür werden wir eine biographische Methode, die Foto-Voice Methode, durchführen und gemeinsam evaluieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, da wir diese in der Gruppe, während der Fortbildung erarbeiten. Des Weiteren wird es im Laufe der Fortbildung mehrere Inputs geben und genügend Zeit sich über diese auszutauschen. Die Teilnehmer*innen werden ebenfalls eine Reihe Lektüre an die Hand bekommen, welche wir gemeinsam besprechen werden. 

Dabei sollen die (rassistischen) Macht- und Hierarchiestrukturen unserer Gesellschaft hinterfragt und dekonstruiert werden. Wer bestimmt eigentlich wann, wer und warum rassistisch diskriminiert wird? Wieso bin ich von Rassismus betroffen? Diesen und ähnlichen Fragen möchte ich gemeinsam mit Ihnen auf den Grund gehen. 

Referentin:

Der Workshop wird von Tamar Mota (B.A. Pädagogik der Kindheit), durchgeführt. Tamar Mota setzt sich mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen sowie Empowerment aus der Perspektive einer Person of Color auseinander. Sie studiert zurzeit den Master in Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Migrationspädagogik“, an der Uni Bielefeld und beschäftigt sich mit rassismuskritischer Theorie und Praxis bereits seit Beginn ihres Studiums im Jahr 2014. 

Termine:            Mittwoch, 24. März 2021 – 17.00 Uhr bis ca. 19.30 Uhr

                           Mittwoch, 31. März 2021 

                           Mittwoch, 7. April 2021

                           Mittwoch, 14. April 2021

                           Mittwoch, 21. April 2021

                           Mittwoch, 28. April 2021

Die genauen Uhrzeiten für die Workshoptage 2 - 6 werden gemeinsam mit den Teilnehmer*innen festgelegtDer Zeitraum für die ca. 2,5-stündigen Workshops wird aber immer zwischen 16.00 Uhr und 20.00 Uhr liegen.

Wo:

Online über Zoom. Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung vor den Workshops verschickt.

Anmeldung:

Wir bitten um Anmeldung per Mail bis zum 19.03.2021 an Sophie Brzezinski 
unter Sophie.brzezinski_at_awo-owl.de oder telefonisch unter 05241 40338-18
 

Veranstalter*innen:

Die Veranstaltung wird in Kooperation zwischen dem Fachbereich Schule und Jugend der Stadt Gütersloh und den Fachdiensten für Migration und Integration der AWO OWL e.V. durchgeführt.

Inhalte:

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen verunsichern und ängstigen Teile der Bevölkerung. Auch die Proteste gegen die Schutzmaßnahmen scheinen immer lauter und vehementer zu werden. Auf den sogenannten „Hygiene-Demos“ kommen radikale Impfgegner*innen, Esoteriker*innen und Rechte zusammen, geeint im Glauben an eine große (Welt-) Verschwörung gegen sie. Immer wieder ist erkennbar, dass rechte Akteur*innen versuchen, die Proteste zu unterwandern, sie zu instrumentalisieren und sie u. a. für antisemitische Hetze zu nutzen.  

Doch wie können wir Verschwörungsideologien begegnen? Sei es im persönlichen Umfeld, dem Internet, in der Beratungsarbeit oder während des politischen Engagements: Können Verschwörungstheorien überhaupt entkräftet werden? Was ist überhaupt der Unterschied zwischen einer Verschwörungstheorie und einer wissenschaftlichen Theorie oder einer wirklichen Verschwörung? Was haben Verschwörungstheorien mit Antisemitismus zu tun? 

Im Online-Vortrag und der anschließenden Diskussion wird diesen Fragen nachgegangen.

Wann:

Donnerstag, 25.03.2021, 14.30 Uhr - 17.00 Uhr

Wo:

Online. Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung vor der Veranstaltung versendet.

Anmeldung:

Wir bitten um Anmeldung sind bis zum 23.03.2021 unter: Thomas.Hellmund_at_awo-owl.de 

 

Veranstalter*in:

Die Veranstaltung wird von DIE LINKE - Kreisverband Gütersloh durchgeführt.

Inhalte:

Im Netz tummeln sich rechtsextremistische Parteien, diverse Nazi-Gruppen, Zeitschriften und Verlage, Bands und Online-Vertriebe, pseudowissenschaftliche Rassisten, Holocaust-Leugner, neurechte Intellektuelle, „Reichsbür­ger“ und obskure Zirkel. Die Vernetzung rechtsextremer Strukturen ist weit fortgeschritten und reicht bis in Militär, Polizei, Verfassungsschutz und den Bundestag.

Wie können wir dem Rechtsextremismus in den sozialen Medien effektiv entgegentreten?

Genau um diese Fragen zum Thema, soll es in dieser Veranstaltung gehen. 

Nach dem Vortrag ist eine Diskussionsrunde geplant.

info_at_die-linke-guetersloh.de 

http://www.dielinke-guetersloh.de/start/aktuell/ 

Referent*in:

Murat Yilmaz ist Berater in der Informations- und Telekommunikationstechnologie

Kreisvorstandsmitglied DIE LINKE. Köln

Sprecher der AG Netzpolitik Köln

LAG/BAG Netzpolitik

Wann:

Freitag, 16.04.2021, ab 19.00 Uhr

Wo:

Online über BigBlueButton.

Die Einwahldaten für die Veranstaltung auf BigBlueButton:

https://live.die-linke-koeln.de/b/mur-2q9-umr

Kontakt:

info.kreisverband_at_dielinke-guetersloh.de 

Imagefilm der Gütersloher Aktionswochen gegen Rassismus "Gemeinschaft beruht auf so viel mehr..."

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Johann Schindler hat im Auftrag des Gütersloher Netzwerkes "Gütersloher Aktionswochen gegen Rassismus" einen sehenswerten Videoclip zum Thema "Gemeinschaft beruht auf so viel mehr als auf gleicher Herkunft, Hautfarbe oder Religion" erstellt. Schüler*innen der Grundschule Pävenstädt in Gütersloh ("Eine Schule des gemeinsamen Lernens") wurden zu Freundschaft & mehr befragt.

Zur Musik:
1. Song: Fluffing A Duck - Kevin Mac Leod
Fluffing a Duck von Kevin MacLeod ist unter der Lizenz "Creative Commons Attribution" (https://creativecommons.org/licenses/...) lizenziert.
Quelle: http://incompetech.com/music/royalty-...
Künstler: http://incompetech.com/

2. Song: Baltic Levity Thatched Villagers - Kevin Mac Leod
Baltic Levity - Thatched Villagers von Kevin MacLeod ist unter der Lizenz "Creative Commons Attribution" (https://creativecommons.org/licenses/...) lizenziert.
Quelle: http://incompetech.com/music/royalty-...
Künstler: http://incompetech.com/

Gütersloh
Königstr. 52
Ihr weg zu uns

Tel.: (05241) 40 338 -16 / -18
E-Mail: thomas.hellmund_at_awo-owl.de // sophie.brzezinski_at_awo-owl.de
Ansprechpartner/in
Thomas Hellmund und Sophie Brzezinski
Koordination der Gütersloher Aktionswochen gegen Rassismus